Die Leistungen einer fundierten Telemedizin wurden erweitert

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14.10.2020

Seit dem 07.10.2020 dürfen Krankschreibungen per Videosprechstunde ausgestellt werden. Der G-BA (Gemeinsame Bundesausschuss) hatte dies bereits im Juli 2020 beschlossen.Die Änderung des G-BA zur Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie, ermöglicht die Ausstellung einer Krankschreibung ohne vorherigen physischen kontakt zum Arzt. Dennoch gibt es besondere Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.

Ein Patient kann sich nur von Vertragsärzten krankschreiben lassen, in der er bekannt ist.Eine grundsätzliche Krankschreibung nur auf Basis eines Telefonats, Videokonsultation etc ist ausgeschlossen, dies bestätigete die KBV (Kasseärztliche Bundesvereinigung). Tragende Säule ist nach wie vor der unmittelbare physische Kontakt zum Arzt, damit diese Option einer eAU (elektronische Arbeitsunfähigkeit) genutzt werden kann.

Die Rahmenbedingungen gestalten sich dahingehend weiter, dass nicht das “seit wann ist der Patient in der Praxis bekannt”, sondern das der aptient in der Praxis grundsätzlich bekannt ist,ist entscheidend. Zudem kann die digitale Krankschreibung für maximal 1 Woche ausgestellt werden. Ist der Patient fortlaufend arbeitsunfähig muss er nach Ablauf der 7 Tage die Praxis physisch aufsuchen. Eine Ausnahem gibt es um eine Verlängerung digital auszustellen, nämlich wurde der Patient aufgrund der selben Erkrankung bereits durch zuvor physischen Kontakt ausgestellt, kann sie digital verlängert werden.

Die Basis der Telekonsile wird weiter ausgeweitet. Ärztliche Konsilien können seit dem 1. Oktober 2020 telemedizinisch ausgeweitet werden, die der Bewertungsaussuss hat diese Regelung beschlossen. Die KBV bekräftigte dies ud hat diese Leistung in den EBM ( Einheitlichen Bewertungsmaßstab). Die Regelung umfasst auch die Telekonsilien zwischen Vertrags-und Krankenhausäzten. Laut KBV waren die Telekonsile bisher nur auf die Befundbeurteilung von Röntgen-und CT-Aufnahmenbeschränkt. Ab jetzt können Ärzte, Pychotherapeuten und Zahnärzte zu unterschiedlichen fachlichen Fragestellungen einen ambulant oder stationär tätigen Kollegen digital zu Rate ziehen. Alle Befunde werden elektronisch an den Konsilararzt übermittelt. Es ermöglicht auch dem Patienten an einem Videokonsilium teilzunehmen.