Übergangsfrist für eAU

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04.08.2020

Das Bundesgesundheitsministerium erlaubt Übergangsfristen für die elektronische Arbeitsunfähigkeit (eAU). Vertragsärzte müssen nun ab dem 1. Oktober 2021 eine eAU ausstellen und die Daten an die Krankenhkasse übermitteln, zuvor war der 1. Januar 2021 vorgesehen.Die Entscheidung dieser Übergangsregelung wurde am Donnerstag den 29.Juli 2020 vom BMG getroffen und begnete somit konstruktiv auf die Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Der GKV-Spitzenverband muss nunmehr dieser Regelung noch zustimmen, Details müssen mit den Vertretern der Krankenkassen durch die Vertragsärzte vereinbart werden. Die Krankenkassen sollten dieser Reglung zügig zustimmen, denn ansonsten droht das Szenario dass Ärzte keine Krankschreibungen ab Januar 2021 ausstellen können, weil die entsprechende Technik fehlt.

Nach Aussagen des Ministeriums läuft die Übergangsfrist zum 30. September 2021 aus. Damit die Nutzung verbindlich erfolgt sieht das BGM und die KBV eine Anpassung im “Bundesmantelvertrag-Ärzte” vor. Arnbeitsunfähigkeitsdaten werden an die zuständige Krankenkasse elektronisch übermittelt, dies geschieht über einen Dienst für Kommunikation im Medizinwesen(KIM) und die Legitimation erfolgt ab spätestens Januar 2022 über die Signatur eines elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), die den Vorgang vervollständigt.

Dieser aus unserer Sicht wichtige Meilenstein für die Telemdizin , wird einen erheblichen Nutzen für die Gesundheitsakteure und Patienten darstellen. Millionen von Patienten können schnell, unkompliziert und ohne jegliches Infektionsrisikos diesen Anwendungsfall für sich in Anspruch nehmen und schützen somit ihre eigene Gesundheit und die anderer Menschen.

Ein deutliches Signal der Politik die Journey “Digital Health” weiter nutzenorientiert zu entwickeln und umzusetzen.